Die Umstellung von Diplom- und Magister-Studiengängen auf Bachelor- und Master-Abschlüsse ist die größte europäische Bildungsreform der vergangenen Jahrzehnte. Sie erforderte große Anstrengungen von Studierenden, Hochschulen und Regierungen. Europaweit kam es hierbei zu Protesten - auch in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat sich der Kritik am Bologna-Prozess offen gestellt und sie gemeinsam mit Studierenden und Hochschulen konstruktiv in einen Maßnahmenkatalog münden lassen. Kritisiert worden war insbesondere die stoffliche Überfrachtung einzelner Studiengänge, die "Verschulung" des Studiums, etwa durch Anwesenheitspflichten bei Vorlesungen, sowie der teilweise zu geringe Praxisbezug. Auch die nicht unmittelbar erkennbar werdende Erhöhung der nationalen und internationalen Mobilität, die mit dem Bologna-Prozess gefördert werden soll, wurde beklagt.

